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Wenn Alarm erklingt die ZSO springt

Erschienen am: Fr, 05.10.2012 · Erschienen in: Wiler Nachrichten

UZWIL Ein Tag in Orange Evakuationsübung der Zivilschutzorganisation an der Gewerbeschule

Ein Nachmittag im Bunker mit Feuer und Schnittwunden. Wie der Betreuer Zug der Zivilschutz Organisation (ZSO) Uzwil Evakuationsszenarien übt und auf die Gefahren des 21. Jahrhunderts hinweist.

9.55 Uhr Donnerstagmorgen, 27. September die KV Klasse verlässt das Schulzimmer des Berufs- und Weiterbildungszentrums. Anstatt wie gewohnt, sich mit Freunden und Mobiltelefonen zu beschäftigen, gilt es ernst. Die Auszubildenden werden von der ZSO an eine Informationsveranstaltung überführt. Für die Schulklasse ist dies eine willkommene Abwechslung. Für die ZSO ist es ein wichtiger Bestandteil im WK und stellt eine Erprobung von Evakuationsabläufen in Not- und Katastrophensituationen dar. In der Zivilschutzanlage hat der Betreuungszug, unter der Leitung von Zugführer Christoph Rüst, eine Sammelstelle eingerichtet. Nach dem obligaten Erfassen aller Evakuierten würde im Ernstfall die Schutzanlage aufgesucht werden.

Leben im Bunker

Wie man die Tage im Luftschutzkeller verbringt, erfuhren die Lernenden bei der Besichtigung durch die Zivilschutzanlage. Mit Sirenen und Radiomeldungen wurde eine Krisensituation nachgespielt, um allen Beteiligten einen Einblick in die Gefühlslage während einer Evakuation zu geben. Das Resultat war eine interessante Reise, die von alten, ausklappbaren Holz-Tragen bis hin zu medizinischen Einrichtungen alles beinhaltete.

Gefahren des 21. Jahrhunderts

Früher war es der Krieg, heute sind Überschwemmungen und Erdrutsche die akuten Gefahren in den meisten Gemeinden.

Risikofaktoren ändern sich, so wie sich Klima und der Mensch selbst verändert. Neue Lagen zu erkennen und entsprechend vorbereitet zu sein, ist Aufgabe des Zivilschutzes. Peter Haag, Kommandant der ZSO Uze, nutzte die Gelegenheit und stellte den Gästen die neue Gefahrenanalyse der Region Uzwil vor. Er betonte in seinem Vortrag, dass solche Risikoanalysen wichtig seien, um neue Bewältigungsmöglichkeiten zu adaptieren.

Bei einer realen Evakuation ist die Beschäftigung und ein Tagesplan ein wichtiger Bestandteil zur Aufrechterhaltung der Moral.

Social Media

Rund um die Zivilschutzanlage wurden verschiedene Schulungen in einem Parcours angeboten, die sowohl von externen Referenten und ZSO-internen Fachpersonen durchgeführt wurden. Die Chancen und Risiken des Internets sowie der Schutz der Privatsphäre auf Social Media Plattformen war einer der vier Schwerpunkte am Nachmittag. Dieser Workshop wurde in Zusammenarbeit mit Swisscom im Rahmen ihres Jugendmedienschutzprogrammes durchgeführt.

«Jugend und Gewalt»

Um Brände am Arbeitsplatz sicher zu bekämpfen wurde den Anwesenden von Stefan Camenzind, der sich professionell mit Brandschutz bei der Firma Minimax beschäftigt, ein heisses aber lehrreiches Spektakel geboten. Der Leiter der Sozialen Dienste Uzwil, Reto Drexler, nutzte ausserdem die Gelegenheit die Sozialberatung als niederschwellige Anlaufstelle bei Sorgen und Problemen von Jugendlichen, selbst vorzustellen. Sein packendes Thema «Jugend und Gewalt» wurde in Gruppen intensiv diskutiert und behandelt.

Wertvolle Erfahrungen

Nach einem Nachmittag voller Informationen rund um die Sicherheit im Alltag wurde die KV-Klasse um 16 Uhr wieder in ihre Normalität entlassen. Für die Angehörigen des Zivilschutzes sind die gesammelten Erfahrungen für die weitere Entwicklung der Organisation nützlich. pd/tab

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