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Erste gemeinsame Übung von Feuerwehr und Zivilschutz

Erschienen am: Do, 30.05.2013 · Erschienen in: Wiler Zeitung

Gemeinsamer Einsatz von Feuerwehr und Zivilschutz in Oberuzwil. Das Brandobjekt war das Ortsmuseum. An der Übung vom Mittwochabend ging es ums Löschen und ums Retten von historisch wertvollen Gütern.

URS BÄNZIGER

OBERUZWIL. Die Feuerwehr ist schnell am Einsatzort. Aus dem Ortsmuseum in Oberuzwil dringt dichter Rauch. Die rund 20 angerückten Feuerwehrmänner unter der Einsatzleitung von Christoph Tribelhorn realisieren bald, dass es sich um eine Übung handeln muss. «Aber sie leisten trotzdem einen raschen und motivierten Einsatz», sagt der Kommandant der Feuerwehr Oberuzwil, Roger Lindenmann, der die Übung als Beobachter mitverfolgt.

Beobachter sind am Mittwochabend auch der Kommandant der Zivilschutzorganisation UZE, Peter Haag, und Erwin Lehner, beim Kanton zuständig für den Kulturgüterschutz.

Schaden möglichst gering halten

Der Einsatz der Feuerwehr gilt zuerst der Rettung der beiden Frauen, die im ersten Stock mit Reinigungsarbeiten beschäftigt waren und vom Feuer überrascht wurden. Dann gilt es, den Brand zu löschen. Die Feuerwehrmänner müssen achtsam zu Werke gehen, befindet sich doch im Ortsmuseum eine historische Sammlung mit wertvollen Objekten und Dokumenten. «Die Feuerwehr hat sich gewandelt. Die Kundenfreundlichkeit ist heute grossgeschrieben», betont Roger Lindenmann. «Das bedeutet, dass meine Männer nicht einfach drauflos stürzen dürfen, sondern den Schaden so gering wie möglich halten müssen.»

Inzwischen sind auch Männer vom Zivilschutz am Brandplatz eingetroffen. Sie nehmen antike Möbel, Bücher und Dokumente in Empfang, welche die Feuerwehr aus dem Ortsmuseum rettet. Erwin Lehner und Peter Haag schauen genau hin. «Dies ist die erste gemeinsame Übung von Feuerwehr und Zivilschutz, in der es darum geht, wertvolle Güter zu retten», erklärt Haag. «Dieses Zusammenspiel ist anspruchsvoll.»

Bestandesaufnahme vor Ort

Alles, was die Feuerwehr aus dem Ortsmuseum trägt, wird von den Männern des Kulturgüterschutzes in Empfang genommen und zu einem Sammelplatz getragen. Dort machen sie eine Bestandesaufnahme. Von sämtlichen Objekten werden die Masse genommen, das Gewicht geschätzt, fotografiert und Schäden notiert. Im Ernstfall wären die geretteten Kulturgüter in ein Notdepot gebracht worden. Soweit wollten aber die Verantwortlichen der Alarmübung nicht gehen.

«Bei Rettungseinsätzen von Kulturgütern ist die Zusammenarbeit das A und O. Die Leute vom Zivilschutz lernen in Kursen, was sie zu tun haben. Doch um Praxis und Erfahrung sammeln zu können, braucht es einfach solche Übungseinsätze», sagt Erwin Lehner. Darum finden dieses Jahr im Kanton St. Gallen insgesamt sieben Übungen von Feuerwehr und Kulturgüterschutz statt.

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